
Felicitas Barca ist das Pseudonym einer Freiburger Journalistin. Nach Studium und Volontariat war sie für mehrere Print-Magazine tätig, zuletzt als Redaktionsleiterin bei einem regionalen Freizeitmagazin.
Ein beruflicher Wechsel ins Marketing sorgte dafür, dass die 39-Jährige begann, das Schreiben zu vermissen. So entstand ihr erster Roman „Boost it! Das Liebesspiel“.
5 Fragen an …
Wie kam es zu der Idee für „Boost it! Das Liebesspiel“?
Die Idee hatte ich in einem All-Inclusive-Urlaub in Ägypten, noch bevor mein Sohn geboren wurde. Eigentlich ist das nicht meine Art von Urlaub, aber ich hatte zu der Zeit viel Stress im Job und habe es einfach genossen, den halben Tag lang in der Sonne zu liegen und zu dösen. Dabei kam mir die erste Idee zu der Geschichte.
Ich hatte allerdings lange keine Muße, sie auch niederzuschreiben. Den ganzen Tag in der Redaktion am Computer sitzen – und abends direkt damit weitermachen? Puh! Das Manuskript ist daher erst entstanden, als ich in Elternzeit war. Dass ich das Schreiben an einem Roman dann so genießen würde, hätte ich vorher nicht gedacht – ansonsten hätte ich schon viel früher begonnen!
Mit welchen anderen Liebesromanen kann man „Boost it! Das Liebesspiel“ vergleichen?
Die Story ähnelt etwas dem verfilmten Roman „Nerve“ – nur eben in erotisch. Ansonsten findet man sicherlich einige Ähnlichkeiten zu anderen Liebesromanen, weil auch „Boost it!“ mit ganz klassischen Tropes arbeitet: Enemies to lovers, ordinary girl – hot guy, opposite attracts. Trotzdem denke ich, etwas ganz Einzigartiges erschaffen zu haben, und hoffe sehr, dass es meine Leserinnen auch so sehen.
Warum schreibst du unter Pseudonym?
Reine Feigheit! Ich arbeite im Marketing vorwiegend in der Medizin, aber auch in der Versicherungs- und Finanzierungsbranche. Also recht traditionellen, seriösen Branchen. Ich bin skeptisch wie meine Auftraggeber reagieren würden, wenn Sie wüssten, dass ich nebenher noch erotische Liebesromane schreibe.
Wie viel hat Marie von dir?
Eigentlich wollte ich eine Hauptfigur erschaffen, die nichts mit mir gemein hat. Schließlich will ich keine fiktive Version von mir kreieren. So haben Marie und ich auf den ersten Blick eigentlich nur den Wohnort gemeinsam. Ich lebe auch in Freiburg – allerdings nicht an der Dreisam, nicht in einer Wohnung zur Untermiete und auch nicht allein. Stattdessen wohne ich etwas außerhalb in einem schönen Häuschen mit meinem Mann, meinem Sohn und meiner verwöhnten, verschmusten Katze.
Trotzdem habe ich mich immer wieder dabei erwischt, wie ich Marie manche Charakterzüge von mir verpasst habe. Ein Beispiel: Als sie herausfindet, dass Chris in ihrer ersten gemeinsamen Nacht vermeintlich nur wegen einer Boost-Herausforderung mit ihr geschlafen hat, stellt sie ihn nicht zur Rede. Stattdessen haut sie einfach ab. Sie ist zu stolz, um ihm zu zeigen, wie sehr er sie verletzt hat. Genauso hätte ich auch reagiert – oder zumindest mein jüngeres Ich. Ich bilde mir ein, mittlerweile konstruktiver mit Konflikten umgehen zu können, aber wer weiß …
Wird es noch mehr von Marie und Chris zu lesen geben?
An Ideen mangelt es nicht. Ich hätte große Lust, die beiden noch weiter zu begleiten. Fabi könnte zum Beispiel eine Boost-Version für Paare entwickeln, die die beiden testen sollen … ich glaube, das würde einiges an guten Stoff hergeben. Außerdem habe ich im ersten Teil nicht verraten, wie Chris eigentlich mit richtigem Namen heißt – das würde auf jeden Fall noch eine kleine Überraschung.
Aber ob ich den zweiten Teil tatsächlich angehe, das entscheidet ihr: Habt ihr Lust darauf oder nicht?
